Die Geschichte der Südbahn ist eine lange und stets fortschrittliche. Im Jahre 1871 in Betrieb genommen, wurde zwischen Villach und Franzensfeste eine neue Art der Fortbewegung und des Warentransports möglich, lange bevor sich Automobile im ländlichen und gebirgigen Ost- und Südtirol etablierten. Die Südbahn spielte eine besondere Rolle bei der Versorgung der k.u.k. Truppen im Ersten Weltkrieg und wurde auch danach unentwegt in seiner Sicherheit und Technik verbessert. So wurden die Lokomotiven nach knapp einem Jahrhundert von Dampf- auf Dieselantrieb umgestellt, seit 1989 bewegen sie sich umweltfreundlich elektrisch fort. Das Eisenbahnmuseum Lienz, das einzige Eisenbahnmuseum Tirols, begeht während des Euregio-Museumsjahres 2021 das ehrwürdige Jubiläum von 150 Jahren technologischer Entwicklung der Südbahnstrecke durch das Drau- und Pustertal. Historische Lokomotiven, Waggone, Fotografien und Pläne aus drei Jahrhunderten geben Einblicke in die Mobilität einer Region abseits von Ballungsräumen und die Bedeutung des Schienenverkehrs zwischen Kärnten und dem südlichen Wipptal.