Die Geschichte der Jenischen (landläufig einst: “Karrner”) ist eine scheinbar spurlose, geprägt von wirtschaftlicher Not, Krieg oder Vertreibung. Sie ist entweder eine Geschichte „der Anderen“, der Fremden, im besten Fall eine Geschichte der romantischen Erinnerungen an PfannenflickerInnen oder ScherenschleiferInnen, an HändlerInnen oder BettlerInnen, die ins Dorf kamen. Oder aber es ist eine Geschichte, die in Vergessenheit geraten ist. Im Rahmen zweier Ausstellungen im Ötztal und im Vinschgau sowie einer umfangreichen Publikation werden die historischen Umstände jenischer Lebensrealitäten vorgestellt. Die heutigen Nachkommen erzählen vom Erbe ihrer Vorfahren, von Diskriminierung und Stolz. Die BesucherInnen hören Ausschnitte aus lebensgeschichtlichen Erzählungen und erfahren anhand ausgestellter Objekte mehr über den harten Alltag, den die „Fahrenden” in Tirol und Südtirol bis vor Jahrzehnten ertragen mussten.“