Networking, also ein soziales Netzwerk aufbauen und erhalten, gelang Hans Josef Weber-Tyrol und Artur Nikodem in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts auf beeindruckende Weise. Die Verbindungen der beiden exemplarischen Künstler erstreckten sich über das Gebiet der heutigen Euregio hinaus und reichten vom Gardasee bis nach München – stets ihrer eigenen Reisetätigkeiten entsprechend. Mobilität und Transfer beschränkten sich dabei nicht nur auf den ideellen Austausch zwischen den Personen, sondern brachten Veränderungen der geistigen und kulturellen Situation ganzer Regionen mit sich. Gemeinsam mit dem Lanserhaus in Eppan widmet sich das Rabalderhaus in Schwaz den wichtigsten Aufenthaltsorten der beiden Künstler. Dabei werden jene Wechselwirkungen unter die Lupe genommen, welche die intensivierte Mobilität mit sich brachte und so die Erweiterung des künstlerischen und geistigen Horizonts bedingte. Das Museo Alta Garda in Riva del Garda hingegen bringt Weber-Tyrol und Nikodem in Relation mit Trentiner KünstlerInnen und deren Landschafts-und Menschenbildern. Mit Bildern des Gardasees beider Künstler bringt die Ausstellung die „Sehnsucht nach dem Süden“ zum Ausdruck.”Im Netz der Moderne” im NIMU (Kurator: Elio Krivdic’) werden Arbeiten der Künstler Herbert Gurschner, Gilbert Heidegger, Artur Nikodem, Theodor Prachensky und Hans Weber-Tyrol ausgestellt. Zusätzlich gibt es eine Reihe von Originalfotografien Nikodems zu sehen.