Kriegskonflikte erschüttern Menschen und entwurzeln sie manchmal wie Bäume im Sturm. Doch militärische Ereignisse fördern die technologische Innovation, etwa wurden und werden Kriegsinfrastrukturen an die heutigen Bedürfnisse des Tourismus angepasst. Zusammen mit Partnereinrichtungen aus der ganzen Euregio lädt das Museum für Italienische Kriegsgeschichte daher zur Ausstellung “Bergverbindungen. Reise vom Krieg zum Tourismus” ein. Auf dieser Erkundungstour wird die Entwicklung der Transporttechnologie in den Alpen thematisiert und wie sich das Verkehrsnetz während des Ersten Weltkriegs entwickelt und in die farbenfrohe Landschaft der Euregio integriert hat. Durch die Platzierung von sieben Holztafeln, die aus den 2018 durch den Sturm Vaia beschädigten Bäumen gefertigt wurden, kann die erstaunliche Metamorphose von Eisenbahnen und Sesselliften von der Kriegsinfrastruktur zu zivilen Verbindungen entdeckt werden. Durch die Investition in diese Infrastrukturen hat das historische Tirol auf sich selbst gesetzt und auf die Schönheiten des Territoriums, die zwar vom Krieg gezeichnet, aber nicht verborgen sind, und damit dem Tourismus den Weg geebnet. Denn wie sagt man so schön: “Ohne Straßen keine Hotels, ohne Hotels keine Straßen”.