Die Ausstellung zum Euregio-Museumsjahr 2021 in der Wunderkammer Elbigenalp und im Museum im Ballhaus Imst stellt den Raum zwischen den beiden Orten in den Mittelpunkt: Die Hahntennjochstraße verbindet auf 29 hochalpinen Kilometern das obere Inntal mit dem Außerferner Lechtal. Dieser Weg wird seit Jahrhunderten genutzt, erste kulturhistorische Funde werden ins 5. Jahrhundert v. Chr. zurückdatiert. Erst 1969 eröffnete Landeshauptmann Eduard Wallnöfer die Schotterstraße und gab diese für Kraftfahrzeuge frei. Heute hat die inzwischen befestigte Straße nicht nur für die Bevölkerung, sondern auch für Reisende, LeistungssportlerInnen und Motorsportbegeisterte eine große Bedeutung – nicht immer zur Freude der AnrainerInnen. Als Kulturweg, Naturweg und Rennstrecke hat das Hahntennjoch eine vielfältige Bestimmung. Kulturhistorisch spielen frühzeitliche Funde, die Ansiedelungsgeschichte des Oberen Lechtals von Imster Seite oder die Bewirtschaftung von Almen eine Rolle. Die heimische Flora und Fauna, Geschichten von Wander- und Bergführern sowie Alpenvereinshütten finden auf dem Naturweg ihren Platz und auf der Rennstrecke stehen Sportveranstaltungen und verschiedene Touren sowie die Verkehrsproblematik am Alpenpass im Fokus.